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So bestimmst Du Dein Honorar als Selbstständiger

Die Berechnung des eigenen Stundensatzes zählt für einen Selbstständigen wohl mit zu den schwierigsten Entscheidungen. Kalkulierst Du Dein Honorar nicht realistisch, kannst Du schnell eine böse finanzielle Überraschung erleben. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich gut informierst. Doch was musst Du bei der Festlegung Deines Honorars berücksichtigen? Folgende Aspekte helfen Dir bei der Festlegung Deines Stundensatzes.

© wutzkohphoto/shutterstock

Wodurch wird der Stundensatz eines Selbstständigen beeinflusst?

Selbstständige setzten häufig gerade zu Beginn einen zu niedrigen Stundenpreis an. Grund dafür sind die finanzielle Sicherheit oder ökonomische Zwänge. Oft wird das gewöhnliche Angestelltengehalt durch Anzahl der Wochenstunden geteilt und anschließend 30 Prozent aufgeschlagen. Das daraus resultierende Ergebnis ist jedoch zu niedrig. Als Selbstständiger kannst Du nicht jede Stunde für Kunden arbeiten, da weitere Aufgaben wie Buchhaltung oder die Akquise neuer Kunden anstehen. Zudem musst Du Rechnungen schreiben, was viel Zeit in Anspruch nimmt. Lade Dir deshalb kostenlose Rechnungsvorlagen herunter, um diese Tätigkeit zu vereinfachen und damit zeitlich zu optimieren. Zudem hat ein Selbstständiger weitere Ausgaben, die berücksichtigt werden müssen, wie zum Beispiel:

  • Computer
  • Büromiete
  • Software
  • Telefonanlage
  • Drucker
  • Weiterbildungskosten
  • Reisekosten
  • Versicherungen
  • Strom- und Heizungskosten
  • Beratung

So könnte die Berechnung des Stundensatzes aussehen:

Als Grundlage für Deine Berechnung solltest Du eine 40-Stunden-Woche heranziehen, um Freizeit zu gewährleisten. Daraus resultiert eine jährliche Stundenzahl von maximal 1.920. Dabei sind jedoch keine Ausfälle wie Krankheit oder Urlaub berücksichtigt. Wenn Dein Wunschgehalt zum Beispiel bei 40.000 € jährlich liegt sind weitere 30.000 € für zusätzliche Kosten einzuplanen. Teilst Du die Summe durch die Stunden, die zur Verfügung stehen, kommst Du zu einem Stundensatz von 37 €. Jedoch kannst Du auf keinen Fall davon ausgehen, dass Du sämtliche verfügbaren Jahresstunden auch abrechnen kannst. Es fallen, wie bereits erwähnt, zusätzliche Tätigkeiten an. Zudem möchtest Du Urlaub haben. Kalkulierst Du dafür 30 Tage ein, so bleiben 1.680 Stunden übrig. Außerdem kannst Du in der Regel nur 70 Prozent dieser Stunden abrechnen. Letztlich darfst Du nur noch mit 1.176 Stunden kalkulieren. Da häufig nur die Hälfte der Zeit berechnet werden kann, sollte der Stundensatz etwa 80 € betragen. Hast Du Deinen Stundensatz festgelegt, kann Dir eine Software bei der Lohnabrechnung helfen. Damit sparst Du wiederum Zeit. Und Zeit ist, wie diese Berechnungen zeigen, ein wichtiger Faktor.

Mögliche Fehler bei der Berechnung

Setzt Du Dein Honorar zu hoch an, wird kein Kunde Deine Angebote annehmen. Ist der Stundensatz hingegen zu niedrig kalkuliert, kann es sein, dass Du kaum Geld verdienst, obwohl die Auftragslage gut ist. Deshalb ist es wichtig, dass das Honorar sowohl für den Kunden als auch für den Selbstständigen akzeptabel ist. Eine Richtlinie für den passenden Stundensatz kann Dir eine gründliche Recherche bieten. Anhaltspunkte dafür sind beispielsweise:

  • Konkurrenz
  • Geschäftskontakte
  • Suchmaschinen
  • Bekannte

Du solltest aber unbedingt beachten, dass es sich hierbei nur um Orientierungshilfen handelt. Schließlich hat jedes Unternehmen unterschiedliche Bedürfnisse.

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