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Die optimale Visitenkarte

Eine der beliebtesten Ecken, an denen Gründer sparen, ist die Visitenkarte. Entweder wird mal eben schnell selbst eine gebastelt und mit schmucken Word-Cliparts aufgepeppt, oder man bedient sich der vielen (zum Teil kostenlosen) Angebote im Internet.

"Es muss ja nur der Name, das Unternehmen, die Telefonnummer, die Faxnummer, die Website, die Email-Adresse, die Anschrift und natürlich der Titel draufstehen. ... Was ist daran schon so kompliziert?"

Um genau zu sein: Sie machen den Unterschied, wenn man überlegt, ob du kreativ oder du doch eher einfallslos bist. 

Dabei kann dich eine gute Visitenkarte schnell und mit wenig Aufwand von deinen Mitbewerbern abheben.

Tipp 1: Billiges Material wirkt oft auch billig

Im geschäftlichen Austausch sind die guten alten Papier-Visitenkarten nicht totzukriegen. Dementsprechend wirst auch du schon bald eine ansehnliche Sammlung an Visitenkarten dein Eigen nennen können. Und spätestens dann wirst du feststellen: Es gibt gute und hübsch anzuschauende Visitenkarten, und es gibt die Dinger aus der Grabbelbox bei Billiganbietern.

Also spare nicht an deinem ersten Eindruck! Selbst gedruckte Visitenkarten kann ein durchschnittlicher Unternehmer schon nach wenigen Wochen von professionell umgesetzten unterscheiden. Und du willst doch nicht "billig wirken", oder?!

Tipp 2: Sie muss zu deinem Unternehmen passen

Farbe, Form, Schriftart, und all die anderen Details sollten so gestaltet sein, dass sie den Wiedererkennungswert deines Unternehmens - gemeinhin fasst man das als "CI", also "Corporate Identity" zusammen - erleichtern. Je besser dir das gelingt, desto leichter kannst du dich in den Köpfen der von deinen Visitenkarten Beglückten einnisten. (Und wenn du erst mal dort bist, ist es zum Auftrag meistens auch nicht mehr weit.)

Tipp 3: Hebe dich von der Masse ab

Wir sagten es schon: An Visitenkarten mangelt es nicht. Auch meinen Schreibtisch ziert eine Sammlung von deutlich mehr als 200 Visitenkarten. 

Wenn du in solch einem Berg auffallen willst, musst du schon ein bisschen kreativer sein, als mal eben schnell 250 Stück aus der Grabbelbox zu fischen. ;) 

Um aufzufallen solltest du also sorgfältig darauf achten, dass sie vielleicht ein bisschen dicker ist, mit auffälliger Farbe bedruckt wurde, eine besondere Form hat, vielleicht sogar funktional ist, oder ... nun, deiner Fantasie sind nur wenige Grenzen gesetzt. 

Tipp 4: Nur die wichtigsten Informationen

Immer wieder bekommt man Visitenkarten, auf denen offenbar ganze Romane gedruckt werden sollten:

  • Vorname und Name (geschmückt mit akademischen oder Adelstiteln)
  • Berufsbezeichnung
  • Name des Unternehmens
  • Anschrift des Unternehmens (eventuell sogar mehrere Filial-Anschriften)
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • Handynummer
  • noch eine Telefonnummer
  • Website-Adresse
  • Email-Adresse
  • Facebook-Fanpage-Adresse
  • XING-Profil-Adresse
  • Linked-In-Adresse
  • ... 

Diese Karten sind nicht nur völlig überfrachtet, sie verfehlen auch die Zielstellung: Niemand will sich mit diesem Informations-Brei beschäftigen. Und schlimmer noch: Du vermittelst den Eindruck, dass du offenbar ein Mensch bist, der das Wichtige nicht vom Unwichtigen trennen kann (oder will) ... ein Daten-Messie quasi...

Überlege dir sehr genau, welche Informationen auf deiner Visitenkarte stehen müssen ... und welche du weglassen kannst. Frage dich bei jeder Information, die du draufpappen willst: "Würde ich den Kunden verlieren, würde mein Kunde mich nie wiederfinden, wenn ich auf diese Information verzichte?

Und wenn die Antwort "Nein! Er würde mich mit den anderen Informationen immer noch wiederfinden!" lautet, dann beweise Mut zur Auswahl und lasse die überflüssigen Informationen weg. Damit machst du es deinem Kunden nur leichter, dich zu erreichen.

Oft genug reicht also der "Basis-Informationssatz" schon aus:

  1. Name des Unternehmens
  2. Dein Name
  3. Telefonnummer, unter der du zu erreichen bist (Handy ODER Festnetz)
  4. Email-Adresse
  5. Website

Damit hast du nun viel Platz, kreativ zu werden (siehe Tipp 5).

Tipp 5: Visitenkarten sind Werbeträger

Nicht unbedingt. Und auch nicht in jedem Fall. Aber sie können - wenn du es willst.

Beispielsweise hat eine Visitenkarte zwei Seiten. Und meistens ist auf der Rückseite noch Platz für einen Teaser. Das kann ein eingängiger Slogan sein, ein aktuelles Angebot vielleicht, ein Coupon oder eine mysteriöse URL, ... deiner Fantasie sind auch hier nur wenige Grenzen gesetzt.

Letzten Endes gilt: Auffallen ist alles! Übersehen werden oder im Stapel untergehen ist nichts.

Und gleich noch ein Tipp für besonders Kreative: die essbaren Visitenkarten.

Tipp 6: Vor dem Druck prüfen

Wenn du deine Visitenkarte gestaltet hast, dann prüfe JEDE EINZELNE INFORMATION - jeden Buchstaben und jede Ziffer -, ob sie wirklich richtig sind. Es wäre doch zu blöd, wenn du dir so viel Mühe gegeben hast, und dich dann kein Kunde erreichen kann, weil du einen Zahlendreher in der Telefonnummer nicht bemerkt hast, oder?!

Und nach dem Druck wird es - gerade bei professionellen Arbeiten - ein ziemlich teurer Spaß, wenn du mal eben 1.500 Stück vernichten musst, nur weil du ein paar Sekunden unaufmerksam warst...

Tipp 7: Schlafe mit deinen Visitenkarten

Nun, das vielleicht nicht. :) Aber du solltest immer und überall deine Karten dabei haben. Stecke sie in jede Jacke, in jeden Anzug, lege dir einen Stapel ins Auto und stecke auch welche in die Aktentasche und die Laptoptasche. 

Es wäre doch zu schade, wenn du nach all der Mühe und all den Kosten vor einem potenziellen Kunden stehst und sagen musst:

"Ich habe zwar coole Visitenkarten, aber die liegen alle zu Hause auf dem Schreibtisch..."

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